WIR BERATEN IN EHE- UND PARTNERSCHAFTSFRAGEN
Wenn sich Ihre Partnerschaft/ Ehe in einer Krise befindet, bedeutet das nicht, dass Sie unfähig sind oder den falschen Partner
haben. Es ist eher normal, dass es in Beziehungen, Partnerschaften oder Ehen kriselt. Die Zahl der Scheidungen,
Trennungen und unglücklichen Ehen zeigen, dass es keine leichte Aufgabe ist, eine glückliche Partnerschaft zu führen.
Unsere ersten Beziehungspartner sind unsere Eltern. Was wir mit ihnen gelernt und praktiziert haben, führen wir ganz automatisch
in unseren Partnerschaften fort. Das Glück, mit diesem Hintergrund eine dauerhaft glückliche Beziehung gestalten zu können, ist
scheinbar nur wenigen vorbehalten. Für die meisten Paare heisst es lernen – lernen – lernen.
Auch wenn Paare in Krisenzeiten vieles zu trennen scheint, es gibt immer auch einiges das sie verbindet. Suchen Sie es, es lohnt sich!
Zuhören können und das Gehörte auch ernst zu nehmen, ist wichtig - in jeder Partnerschaft.
Viel Ärger entsteht dadurch dass wir nicht offen sind wenn wir Zuhören - und den Kopf voll haben mit unseren eigenen "Wahrheiten".
Kaum hat unser Partner seinen Satz beendet, korrigieren wir ihn, stellen manches klar und signalisieren ihm damit unbewusst, dass
uns Meinung nicht interessiert.
Hören Sie neugierig zu wenn Ihr Partner redet, auch wenn Sie anderer Meinung
sind und lassen Sie ruhig eine Pause danach - - - in der Sie das Gesagte wirken lassen. Fragen Sie nach, auch wenn Sie
denken alles richtig verstanden zu haben, dadurch verringert sich das Risiko von Missverständnissen.
Missverständnisse haben fast immer mit Reden oder Zuhören zu tun. Was uns der Partner nicht sagt, das wissen wir nicht. Was wir nicht wissen, das denken wir uns. Was wir uns denken ist oft falsch, das gilt ganz besonders für Krisenzeiten. Wenn wir dem Partner mitteilen was wir im Innersten fühlen, was uns bewegt, dann erzeugen wir Nähe und Verständnis und beugen damit Missverständnissen vor. Das geht natürlich nur, wenn wir dabei auf Schuldzuweisungen und ähnlich Verletzendes verzichten.
Unterschiedliche Meinungen werden erst dann zum Problem, wenn sie - wie im Clinch - gegeneinander stehen. Aus Kleinigkeiten
wird dann leicht ein größerer Streit. Es ist nicht leicht, unterschiedliche Meinungen erstmal stehen zu lassen - die Spannung auszuhalten - ohne auf einen gemeinsamen Nenner gekommen zu sein.
Lösungen brauchen manchmal Zeit. Zeit in der Jeder über den eigenen Standpunkt und den des Partners nachdenken kann
Begegnen Sie der Meinung Ihres Partners immer mit Respekt, auch wenn Sie Ihnen noch so falsch vorkommt. Stoppen Sie das Gespräch,
wenn Sie merken, dass es zum Streit wird. Verzichten Sie in
Krisensituationen auf Kritik und vermeiden Sie die "heißen" Themen. Wenn möglich, verabreden Sie ein
gemeinsames Vorgehen im Falle eines Streits und denken Sie daran, auch Ihr Partner ist lieber glücklich als zu streiten.
Es fällt leichter, zu sagen was sie nicht wollen, als das was sie wollen. In Beziehungen sind negative Äußerungen oft mit einer Forderung an den Partner verbunden etwas zu unterlassen, der wehrt sich vielleicht dagegen und schon streiten Sie wieder. Wenn es Ihnen gelingt Ihre Wünsche positiv zu formulieren, dann muss sich Ihr Partner nicht angegriffen fühlen, möglicherweise hat er/sie ähnliche Wünsche und sie entdecken dabei etwas, das sie beide verbindet.
Schuldzuweisungen:
erzeugen Schuldgefühle, man fühlt sich so schlecht wie mit Grippe - und wehrt sich dagegen.
Das Ergebnis ist oft Streit.
Kritik:
erzeugt bei den meisten Menschen auch keine positiven Gefühle. Wohlbefinden und Zuversicht brauchen
sie aber
beide um ihre Krise zu meistern.
Unbedingt Recht haben wollen:
Rechthaberei ist verletzend und führt oft zu Streit. Vertreten Sie Ihre Meinung lieber friedlich und begegnen Sie der Meinung
Ihres Partners mit Respekt. Durch respektvollen Austausch, verändern sich Meinungen auch manchmal und es gelingt leichter den gemeinsamen Nenner zu finden
Den eigenen Willen durchsetzen:
wo Zwei zusammenleben, kann nicht Einer einfach machen was er will.
Äußern Sie Ihre
Wünsche immer wieder, klar und konkret und lassen Sie Ihrem Partner auch etwas Zeit sich damit anzufreunden. Üben Sie keinen Druck aus, denn Druck erzeugt
Widerstand.
und Widerstand bringt Stillstand oder Streit.
Jeder Mensch hat positive und negative Seiten.
Wenn das bei Ihrem Partner gerade nicht so ist, dann liegt das vielleicht
auch an Ihrer Sichtweise, an der "Brille" die Sie gerade aufhaben. Setzen Sie doch Heute mal wieder Ihre Rosarote auf.
Suchen Sie ganz bewusst ihre/seine tollen Seiten und sagen Sie es
ihr/ihm dann auch. Wer toll ist, tut sich sehr viel leichter, Krisen zu meistern.
Wertschätzung, Respekt, Wohlbefinden sind gerade in Krisenzeiten besonders hilfreich.
Aber wer hat die Kraft dazu,
wer fängt damit an.
Ist es nicht nahe liegender dem Partner auch spüren zu lassen, dass man gekränkt oder ärgerlich ist?
Ja - es ist sicher nahe liegend, wenn man sich vom seinen negativen Gefühlen leiten lässt, aber wozu soll es gut sein? Soll es den Partner
gefügig machen, zum Nachgeben bewegen? Lassen Sie sich lieber nicht von Rachegelüsten leiten und versuchen Sie nicht Ihren
Partner zu manipulieren. Alles was er/sie nicht freiwillig tut, bringt nur neue Probleme in ihre Partnerschaft. Versuchen Sie so gut es geht
zur Versöhnung beizutragen und sagen Sie auch deutlich, dass Sie den Streit beenden möchten
(sonst kommt Ihre Botschaft vielleicht nicht an). Ihre Wünsche und Ihre Meinung müssen Sie deshalb nicht unbedingt aufgeben, Versöhnung geht
auch mit unterschiedlichen Meinungen. Probieren Sie es aus!
Schwierigkeiten sind - auch für Paare - immer eine Entwicklungschance, eine neue Gelegenheit es besser zu machen. Gehen Sie Probleme gezielt an und versuchen sie wie ein Team zu denken und zu handeln.
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2000-2011 © Horst Eiselt, letztes Update Nov. 2011